Der «Kassensturz» hat sich am 22. September 2026 mit der Frage beschäftigt, was passiert, wenn bei einer Operation etwas schiefgeht. Die wichtigsten Punkte im Überblick.
Arzt ohne Versicherung: Patientin bleibt auf den Kosten sitzen
Im Zentrum des Beitrags steht eine Patientin, deren Fettabsaugung völlig misslingt. Sie muss sich mehreren Korrekturoperationen unterziehen und trägt am Ende Kosten von 50’000 Franken selbst, weil der Chirurg trotz Obligatorium keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatte. Die Recherche zeigt zudem, dass kaum kontrolliert wird, ob Ärztinnen und Ärzte tatsächlich versichert sind.
Der schwierige Weg zur Entschädigung
Jährlich werden in der Schweiz Zehntausende Menschen Opfer medizinischer Behandlungsfehler. Für die Betroffenen ist der Weg zu einer Entschädigung lang, teuer und belastend. Patientenanwälte stellen fest, dass die Gegenseite aufrüstet oder Verfahren verzögert. Die Branche weist diese Kritik zurück.
Das Modell Österreich
Der Beitrag zeigt auch, wie es anders gehen kann. In Österreich hilft ein solidarisch finanzierter Entschädigungsfonds Opfern von Komplikationen unkompliziert und kostenlos, ohne Anwälte und ohne teure Gerichtsverfahren. Der Wiener Patientenentschädigungsfonds etwa kommt bei seltenen und schweren Komplikationen zum Zug oder wenn ein Behandlungsfehler nicht eindeutig belegt werden kann.